Natur & Wissenschaft: Meine Welt
Wer ich bin – und warum ich genau das mache, was ich am liebsten tue
Warum ich Kräuterpädagogin geworden bin? Ganz einfach: Weil ich immer alles ganz genau wissen will. Nach unserem Umzug „aufs Land“ hatte ich plötzlich einen großen Garten. Und keine Ahnung, was da alles für Pflanzen drin wachsen. Wie sie heißen. Wie man sie sicher bestimmt. Wie man sie nutzen kann. Infos aus dem Internet oder Büchern waren mir nicht ausreichend genug. Und: Ich habe immer viele zusätzliche Fragen … Nach einem Jahr hatte ich die Ausbildung zur zertifizierten Kräuterpädagogin BNE – bei der renommierten Gundermann Akademie von Dr. [Biologie] Dirk Holtermann – in der Tasche. Inzwischen habe ich mich selbstständig gemacht und biete bei mir daheim Kräuterführungen und Workshops an. In meinem großen Naturgarten befindet sich auch ein Nutzgarten, der meine Kinder und mich mit selbst angebautem Gemüse, Obst und Tierprodukten (Hühner, Eier, Angorawolle, Honig) versorgt. Die Kostbarkeiten am Wegesrand dienen natürlich als ideale kulinarische Ergänzung und sorgen für noch mehr Abwechslung auf dem Teller und halten uns natürlich gesund.
Leslie Schrall
Naturwissenschaftlerin und Kräuterpädagogin
Eigentlich bin ich Naturwissenschaftlerin, genauer gesagt: Diplom-Meteorologin. Ein Hauptgrund für meine Ausbildung zur Kräuterpädagogin war meine Neugierde. Ich wollte wissen, wie die Pflanzen heißen und was da alles in meinem Garten wächst. Ob die Pflanzen vielleicht giftig sind oder man sie sogar verwenden kann. Dieses erlangte Wissen werde ich meinen Kindern weitergeben. Denn sie und zukünftige Generationen sollen auch die Möglichkeit haben, in der Natur groß zu werden, sie schätzen, achten und lieben zu lernen. Dazu muss man diese aber auch kennen.
Inzwischen sind Wild- und Heilkräuter schnell ein beliebtes Gesprächsthema in meinem Bekanntenkreis. Das Interesse und die Neugierde über unsere heimischen Wildkräuter wächst stetig an. So musste ich nicht lange überlegen und biete nun Kräuterführungen für jeden Interessierten an. Zusätzlich biete ich auch noch neben den wissensreichen Wildkräutertouren verschiedene Naturkurse in meiner Naturwerkstatt an.
Sollten bei meinen Führungen Fragen zum Thema Atmosphäre, Wetter, Klima & Co aufkommen, könnte es durchaus passieren, dass sich das geschätzte Ende der Führung noch um einige Minuten nach hinten verschiebt.
Erfreulich ist, dass immer mehr Leute auf Permakultur umsteigen und versuchen, nicht gegen die Natur, sondern mit der Natur zu arbeiten. Je mehr Gärten es gibt, die naturfreundlich angelegt sind (egal wie klein sie sind, Hauptsache möglichst viele verschiedene heimischen Pflanzen finden darin Platz), umso besser für die Pflanzen, Tiere und uns. Denn es ist fantastisch, wie viele heimische Pflanzen – die leider zu oft als „Unkraut“ bezeichnet werden – tatsächlich für uns nutzbar sind. Dieses Wissen und die Wertschätzung dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Es liegt an uns, beides an zukünftige Generationen weiter zu geben.
Wissenswertes und Interessantes
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